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Am besten mit Coupon: Worauf es bei Print-Mailings ankommt

Postalische Botschaften an Kunden und Interessenten können sich lohnen - vorausgesetzt, sie sind gut gemacht. © Fotolia 2015

Onlinewerbung boomt. Dabei können Kampagnen in der oftmals vernachlässigten Offline-Welt für einen „Aufmerksamkeitsboost“ sorgen“, meint Florian Werner, CEO des ReTargeting-Spezialisten Remintrex. Er erläutert, wann sich postalische Botschaften lohnen, wie sich Streuverluste vermeiden lassen und welche Mailings bei potenziellen Kunden ankommen.

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1. Paketbeilagen: Streuverluste vermeiden

Eine beliebte Art, in den Briefkasten potenzieller Kunden zu gelangen, ist der Weg über Paketbeilagen. Meist in Form klassischer Coupons landen die Werbebotschaften so als Dreingabe in Paketen großer Versandhändler. Damit diese Print-Kampagnen nicht ignoriert werden, sollten sie zielgenau und direkt nur an die Personen zugestellt werden, die auch ein Interesse an der jeweiligen Botschaft haben könnten. Alle nötigen Daten zu interessierten Kunden liegen Advertisern bereits vor: Bei Bestandskunden geben Kaufhistorie sowie das individuelle Surfverhalten der Shopbesucher Aufschluss. Auf Basis zum Beispiel der angesehenen Produkte können bestehende Kunden über Mailinglisten individuell angesprochen werden. Mithilfe von ReTargeting können sogar potenzielle Neukunden, die bisher nichts gekauft haben und sich auch nicht registriert haben müssen, mit zielgerichteten Botschaften in ihrem Briefkasten abgeholt werden.

Remintrex

Florian Werner

2. Eye-Catcher im Briefkasten: Personalisierte Botschaften

Unpersönliche Angebote und Anzeigen warten inzwischen an jeder Ecke auf Konsumenten – wirklich wahrgenommen werden diese Botschaften selten. Oberstes Gebot sowohl on- als auch offline: Werbung muss personalisiert und individuell auf die Bedürfnisse und Interessen der Kunden zugeschnitten werden. Hat sich ein potenzieller Kunde beispielsweise ein bestimmtes Paar Schuhe angesehen, es dann allerdings nicht gekauft, könnte die Freude über ein personalisiertes Angebot zu genau diesem Paar im Briefkasten oder Posteingang groß sein. Schon allein ein großes Bild der Traumschuhe auf einer Postkarte, zum Beispiel mit passendem Rabatt, sorgt hier für einen Eye-Catcher-Effekt und hebt Advertiser aus der Masse an anonymen Anzeigen hervor.

3. Hohe Wertigkeit: Coupons und Rabatte nutzen

Gutscheine in Papierform, zum Beispiel als persönlich gestaltete Postkarte, werden durch das haptische Erlebnis als wertvoll wahrgenommen. Wichtig: Das Tracking nicht vergessen! Auch die Nutzung offline versendeter Gutscheincodes sollte genau erfasst und für die Planung weiterer Aktionen genutzt werden. Anstatt generische Codes zu streuen, sollten Unternehmen lieber individuelle Rabattcodes an jeden einzelnen Kunden versenden. Das macht die Konversion nicht nur besser mess- und auswertbar, es wird gleichzeitig verhindert, dass die Codes im Internet landen und fortan für jeden Warenkorb genutzt werden.

4. Anlassbezogene Print-Mailings als Ergänzung

Neben dem Versand von Coupons können Print-Mailings auch zu anderen Anlässen die perfekte Ergänzung zu bestehenden Online-Maßnahmen sein. Steht die neue Kollektion an und ein Webseiten-Besucher hat sich durch das Angebot eines E-Commerce-Shops geklickt, könnte zum Beispiel der Versand des aktuellen Katalogs inklusive individuellem Rabatt eine spannende Erinnerung sein. Hat ein potenzieller Kunde eines Versicherers online ein bestimmtes Versicherungsangebot angeschaut, überzeugt ihn vielleicht weiteres Informationsmaterial oder ein Angebot über Sonderkonditionen im Briefkasten.

5. Mit Mehrwert im Gedächtnis bleiben

Für einen langfristigen Branding-Effekt können Aussendungen sorgen, wenn potenzielle Kunden nicht nur informiert, sondern auch zur weiteren Benutzung des Materials animiert werden. Das gelingt zum Beispiel durch gebrandete Kalender zum Jahresende, vorgedruckte Postkarten, zum Beispiel zum Valentinstag, zum Weiterschenken oder etwas zum Basteln für Kinder. Hier haben gedruckte Aussendungen gegenüber Online-Aktionen einen unschlagbaren Vorteil und bleiben Konsumenten im besten Fall lange in Erinnerung. Voraussetzung ist natürlich in jedem Fall, dass das versendete Material kreativ gestaltet und nicht zu weit vom eigenen Produkt entfernt ist. Denn während es für einen Onlineshop für frische Schnittblumen durchaus Sinn macht, schön gestaltete Valentinskarten zu versenden, sollten sich Händler für Autoreifen dagegen eine andere Aktion überlegen.

Über den Autor: Florian Werner ist CEO des ReTargeting-Spezialisten Remintrex. Das Unternehmen ist der führende Anbieter für E-Mail-, Web to Print- und telefonisches ReTargeting in Deutschland, sein Service bietet E-Commerce-Unternehmen sowie Online-Marketing- und Performance-Agenturen eine Ergänzung des herkömmlichen CRMs.

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Kommentare

  1. Vielen Dank für das kleine 1×1 des Direktmarketings. Allerdings hinkt das, da wir trotz Big Data noch nicht soweit sind, dass jeder neue Websiten-Besucher gleich per Brief angeschrieben werden kann. Denn dafür braucht man seine Adresse….

    1. Wie sieht das denn rechtlich überhaupt aus? Darf ich jemanden, nur weil er mal meinen Online-Shop durchgestöbert hat, gleich ein Mailing zusenden – ohne seine Zustimmung!

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