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Alle Zielgruppen nutzen Radioangebote länger

Die Radionutzung in Deutschland bleibt auf konstant hohem Niveau. Die Hörer weiten ihre mit Radio verbrachte Zeit sogar noch aus. Das zeigen die Reichweitenergebnisse der Media-Analyse (ma) 2010 Radio I.

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Danach schalten in Deutschland täglich 57,87 Millionen Radio ein (78,6 Prozent Tagesreichweite). Besondere Radiofans sind mit jeweils mehr als 82 Prozent weiterhin die 30-59-Jährigen und die Berufstätigen. Trotz der zusätzlichen medialen Angebote hätten alle Hörergruppen ihre Nutzungszeit mit Radio im Vergleich zur letzten Ausweisung im Spätsommer gesteigert. Im Schnitt blieben Radiohörer nunmehr täglich mehr als vier Stunden an den Geräten, was einer Verweildauer von 244 Minuten entspreche. Damit verlängerten sie ihr Zeitbudget für Radio um fünf Minuten (plus 2,1 Prozent zum Vorjahr).

Selbst ausgemachte Fans bauten ihre Zeit mit Radio nochmals deutlich aus. Beispielsweise steigerten sowohl die Berufstätigen als auch die 30-59-Jährigen ihre Verweildauer um 2,7 Prozent. Im Vergleich dazu zeige sich ohne die neu in die Grundgesamtheit aufgenommenen deutschsprachigen Nicht-EU-Bürger sogar eine Erhöhung der Tagesreichweite für Radio gesamt um 1,4 Prozent. Hörer im Lebensalter unter 30 Jahren würden täglich sieben Minuten mehr mit Radio (plus 3,7 Prozent) verbringen und damit 194 Minuten dranbleiben. Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren weiten ihre Verweildauer um neun Minuten auf 135 Minuten aus (plus 7,1 Prozent). Spannend sei auch, dass die Jugendlichen bei den vielfältigen Webcast-Angeboten („Internet only“) besonders lange dranblieben, wobei ihre Verweildauer bei 159 Minuten liegt. Die zusätzliche Angebotsvielfalt im Web stoße bei den ganz Jungen also auf offene Ohren.

Durch die Einbindung der Communities ins Programm, Personal Radio-Features, zusätzliche Webradioangebote oder rasant zunehmende Applikationen für das Handy würden auch neue Chancen im Hörer- und Werbemarkt erschlossen. „Die Verlängerung ins mobile Netz sorgt nicht nur für eine verstärkte Hörerbindung, sondern schafft auch neue Geschäftsfelder und Augenmerk bei der werbetreibenden Wirtschaft. Denn kein Medium eignet sich so gut für die Distributionsplattformen Online und Mobile wie Radio“, sagt Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale. Die Ohren seien schließlich frei, während sich die Augen unterwegs mühselig dem kleinen Display unterordnen müssten. Unter dem Gesichtspunkt der mobilen Mediennutzung hätten Audio-Inhalte also gegenüber Text, Bild oder Video das größte Potenzial, das es zu nutzen gilt.

www.radiozentrale.de

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