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Alle Zahlen und Fakten zum Höhenflug des EU-Konsumklimas

Die positive Stimmung der europäischen Verbraucher hat sich im ersten Quartal 2017 fortgesetzt. Das Konsumklima stieg für die EU 28 im Januar noch einmal um zwei Zähler auf 19,9 Punkte und lag schließlich im März bei einem Wert von 18,9.

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Beim Blick auf die Indikatoren Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Anschaffungsneigung ergaben sich in der Einzelbetrachtung der untersuchten Länder erneut große Unterschiede. Gründe dafür waren jeweils unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen und die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Der Einfluss europaweit beherrschender Themen wie der Brexit, das Erstarken nationalistischer Parteien, die neue Regierung in den USA und der Krieg in Syrien schlug sich demnach auf die Entwicklung der einzelnen Indikatoren nicht in allen Ländern gleichermaßen nieder. Das ist eines der Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Europa im ersten Quartal 2017. 

Deutschland: Konjunkturerwartung wieder verbessert

Die Konjunkturerwartung der Deutschen hat sich im ersten Quartal nach einer Delle im Februar wieder deutlich erholt. Der Indikator stieg auf 18,1 Punkte Ende März, womit gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von fast 18 Punkten zu Buche steht. Offenbar ist bei vielen Konsumenten die Verunsicherung über die Politik des neuen US-Präsidenten wieder einem größeren Konjunkturoptimismus gewichen.

Im Gegensatz zur Konjunkturerwartung sank die Einkommenserwartung im Verlauf des ersten Quartals auf 43,4 Punkte Ende März. Der Indikator spiegelt damit die Sensibilität der Bundesbürger auf Veränderungen bei bestimmten Signalpreisen wie zum Beispiel Benzin, Diesel oder Heizöl wider, da sie dadurch die Kaufkraft ihrer Einkünfte beeinträchtigt sehen. Insgesamt weist die Einkommenserwartung jedoch nach wie vor ein hohes Niveau auf. 

Die deutschen Verbraucher lassen sich durch die etwas weniger optimistischen Einkommensaussichten auch nicht in ihrer Kauflaune beeinträchtigen. Die Anschaffungsneigung legte nach einer Delle im Februar wieder zu und weist zum Ende des ersten Quartals einen vergleichbar hohen Wert von 55,5 Punkten auf – 5,5 Zähler höher als im Vorjahr.

Blick über die Grenze: Frankreich –Rückgang aller Indikatoren

Die Konjunkturerwartung der Franzosen hat sich im Verlauf des ersten Quartals merklich vom hohen Niveau des Jahresendes 2016 abgekühlt. Ende März büßte der Indikator gegenüber Januar sechs Zähler auf 11,2 Punkte ein. Damit liegt die Konjunkturerwartung aber immer noch auf einem deutlich höheren Niveau als vor einem Jahr, als zum Ende des ersten Quartals -3,7 Punkte gemessen wurden.

Auch die Einkommenserwartung in Frankreich musste spürbare Verluste hinnehmen und sank zum Ende des Quartals auf -10,9 Punkte. Damit liegt sie jedoch immer noch um mehr als 11 Zähler über dem Vorjahresniveau. Seit Oktober 2007 wurde in Bezug auf die Einkommenserwartung ein negativer Indikator gemessen – ein Beleg für die gedämpften Aussichten der französischen Verbraucher, die unter anderem auf die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit zurückzuführen sind.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnete auch die Anschaffungsneigung, die zum Ende des ersten Quartals bei 8,4 Punkten lag, nachdem im Februar mit 18,7 Punkten noch der höchste Stand seit 15 Jahren erreicht worden war. Offenbar zeichnet sich hier bereits eine gewisse Unsicherheit der Verbraucher in Bezug auf den Ausgang der französischen Parlamentswahlen im Sommer ab. Im Vergleich zum Vorjahr (0,4 Punkte im März 2016) lag dieser Indikator aber immer noch hoch.

Blick über die Grenze: Großbritannien –Brexit-Entscheidung hinterlässt Spuren

Die Konjunkturerwartung der britischen Verbraucher bleibt infolge des Brexit-Votums weiterhin auf niedrigem Niveau. Am Ende des ersten Quartals lag sie bei -13,2 Zählern. Damit erholte sich der Indikator zwar gegenüber dem tiefsten Stand seit vier Jahren im Juli 2016 (-28,3 Punkte), im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist aber immer noch ein schwaches Niveau zu verzeichnen. So lag die Konjunkturerwartung noch vor genau einem Jahr bei immerhin 2,1 Punkten.

Auch die Einkommenserwartung musste spürbare Verluste hinnehmen und sank nach einem relativ starken Jahresauftakt (11,1 Punkte im Januar) auf 1,2 Zähler zum Quartalsende. Im Jahresvergleich entspricht dies einem deutlichen Rückgang um 16,5 Punkte, was ebenfalls auf eine wachsende Verunsicherung der britischen Verbraucher in Bezug auf die wirtschaftlichen Folgen des Brexits schließen lässt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die Entwicklung der Anschaffungsneigung in Großbritannien, die im ersten Quartal Monat für Monat auf zuletzt 4,1 Punkte Ende März sank. Im Vorjahreszeitraum wurden noch für die ersten drei Monate des Jahres jeweils zweistellige Werte ermittelt.

Blick über die Grenze: Italien –Verunsicherung der Verbraucher hält an

In Bezug auf die Konjunkturerwartung gehören die italienischen Verbraucher im europäischen Vergleich weiterhin zu den pessimistischsten EU-Bürgern. Ende März lag der Indikator bei -53 Punkten und damit um über 30 Punkte niedriger als noch im Vorjahresmonat. Offenbar gehen die italienischen Konsumenten von einer sich weiter verschlechternden wirtschaftlichen Lage ihres Landes aus.

Analog zur negativen Konjunkturerwartung verharrt auch die Einkommenserwartung der italienischen Verbraucher im negativen Bereich, nachdem sie zuletzt Ende 2016 noch einen positiven Wert verzeichnet hatte. Zum Quartalsende verzeichnete der Indikator -8,9 Punkte und damit fast sechs Punkte weniger als vor genau einem Jahr.

Erstmals seit Mai 2015 rutschte auch der Indikator für die Anschaffungsneigung der italienischen Konsumenten wieder ins Minus und lag zum Quartalsende bei -1,6. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag der Rückgang damit bei 28 Punkten – ein deutlicher Beleg für die Verunsicherung der italienischen Verbraucher, die größere Anschaffungen aufschieben und die weitere wirtschaftliche Entwicklung abwartend verfolgen.

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