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Alle Länder im Top-Ten-Ranking müssen Verluste im globalen Ansehen hinnehmen

Die jährliche Studie zum Anholt-GfK Nation Brands Index (NBISM) misst, wie insgesamt 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Sie zeigt nicht nur, welches Image ein Land derzeit hat, sondern auch, in welche Richtung es sich entwickelt. Während im Vorjahr acht der zehn am besten bewerteten Länder einen Punktegewinn verzeichneten, müssen 2016 alle Länder im Top 10 Ranking Einbußen hinnehmen

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Den größten Imageverlust müssen Großbritannien und USA hinnehmen. Aber auch der Punktestand von Deutschland, Japan und Frankreich ist stark zurückgegangen. Professor Simon Anholt, ein unabhängiger Politikberater, der die NBISM-Studie 2005 ins Leben rief, kommentiert: „Für gewöhnlich ist die weltweite Wahrnehmung eines Landes äußerst stabil. Änderungen sind aber möglich und finden auch statt. In erster Linie bestimmt der wahrgenommene Einfluss eines Landes auf die Welt das Nationen-Image und nicht etwa nationale Besonderheiten oder Erfolge. Genau das können wir dieses Jahr beobachten“. Dieses Jahr haben Länder, denen ein starker Einfluss auf die Welt zugeschrieben wird, an Ansehen verloren. Und das in einem Jahr, das von andauernden internationalen Konflikten und humanitären Krisen geprägt war.

USA führt das Ranking an – Deutschland auf Platz 2

Rückgänge in der NBISM-Punktzahl führen nicht zwangsläufig auch zu einer Rangänderung – zumindest nicht unmittelbar. Die USA, Deutschland und Großbritannien behalten zwar jeweils ihre Plätze 1, 2 und 3, jedoch haben die USA jetzt einen geringeren Vorsprung vor Deutschland.

Kanada und Italien machen Plätze gut

Außerhalb der Top 3 gab es einige Rangänderungen. Frankreichs Punkteverlust – ausgelöst vor allem durch Rückgänge in den Bereichen Regierung sowie Immigration & Investitionen – ermöglichte Kanada vorbeizuziehen und den vierten Platz einzunehmen. Diese Nation ist Großbritannien also dicht auf den Fersen. Auch Italien macht im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gut und verweist Japan auf Rang sieben.

Vadim Volos ist GfK-Experte und für den Nation Brands Index zuständig. Für ihn steht fest: „Wie eine Nation wahrgenommen wird, bestimmt das Zusammenspiel aus bereits lange bestehenden Zuschreibungen oder Stereotypen und kurzfristigen Einflussfaktoren wie positiver oder negativer Berichterstattung oder einschneidenden Ereignissen wie Katastrophen. Jedes Land kann sein Image aber auch ein Stück weit selbst beeinflussen, beispielsweise indem es die positiven Besonderheiten hervorhebt, um den Tourismus und Investitionen ins Land anzukurbeln. Eine Veränderung des Ansehens benötigt aber natürlich auch etwas Zeit.“

Zur Studie: Der Anholt-GfK Nation Brands IndexSM, der jährlich erhoben wird, misst das Image von 50 Ländern unter Berücksichtigung der Kategorien Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 20.353 Online-Interviews mit Personen ab 18 Jahren in 20 Ländern durchgeführt. Aktuelle Parameter der online aktiven Bevölkerung wurden genutzt, um die Stichproben in jedem Land zu gewichten und auf diese Weise demografische Charakteristika wie Alter, Geschlecht und Bildung der online aktiven
Bevölkerung widerzuspiegeln. 

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