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Alibaba beteiligt sich mit 590 Millionen US-Dollar an Smartphone-Hersteller

Der chinesische Online-Riese Alibaba, unter CEO Jonathan Lu, steigt mit einer Minderheitsbeteiligung beim eher kleinen Smartphone-Hersteller Meizu ein.

Alibaba steigt als Minderheitengesellschafter beim Smartphone-Hersteller Meizu ein. Für das eher kleine Unternehmen investiert der chinesische Online-Händler 590 Millionen US-Dollar. Konkurrenten im wachsenden mobilen E-Commerce will Alibaba damit von vornherein den Wind aus den Flügeln zu nehmen.

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In China nutzen in etwa 650 Millionen Menschen das Internet. Viele von Ihnen sind Kunden des Online-Riesen Alibaba, eine Handelsplattform ähnlich des amerikanischen Konzerns Ebay. Weil die digitale Welt zunehmend mobil wird, investiert Alibaba nun 590 US-Dollar in eine Minderheitenbeteiligung beim Smartphone-Hersteller Meizu. Das Unternehmen aus dem südchinesischen Zhunai nutzt bereits das YunOS-System von Alibaba und bewegt sich eher im mittleren Preisbereich. Damit will der Hersteller vor allem junge Kunden locken, die sich Geräte von Apple und Samsung nicht leisten können oder wollen.

Meizu ist bist jetzt ein kleines Unternehmen

Von Branchenkennern wird die Investition zum Teil als riskant bewertet. Denn Meizu ist mit zuletzt gerade mal zwei Prozent Marktanteil kein besonders großes Unternehmen, das im belegten Preissegment zugleich vielfacher Konkurrenz ausgesetzt ist. Einer der größten Gegenspieler ist Xiaomi, der mittlerweile drittgrößte Handy-Hersteller der Welt – gemessen an der verkauften Stückzahl im letzten Quartal 2014. „Man kann sagen, die geben 590 Millionen Dollar aus und experimentieren ein bisschen, um zu sehen, was passiert. Das ist ein teures Experiment, oder?“, sagte Michael Clendenin von den Redtech Advisors aus Shanghai der Nachrichtenagentur Reuters.

Als Motivation für das Experiment sehen Experten die zunehmende Abwicklung von E-Commerce über mobile Endgeräte. Alibaba treibe die Sorge, Smartphone-Hersteller könnten Kunden über das E-Commerce-Geschäft letztlich auf eigene Plattformen umleiten. Noch ist dieses Problem keine Realität, Alibaba scheint es trotzdem bereits lösen zu wollen.

Es ist nicht der erste Vorstoß dieser Art. Der Internet-Riese investierte nach seinem Rekordbörsenjahr im September 2014 bereits etwa eine Milliarden US-Dollar in Beteiligungen am Kurznachrichtendienst Weibo, an einem digitalen Kartenservice sowie in das eigene Betriebssystem YunOS.

 

 

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