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AfD mogelt im NDR, Lieferheld macht Wahlkampf und Amazon geht offline

Lidner regt sich auf, Lieferheld setzt auf Wahlwerbung, Uber auf Katzen, Britney Spears liest "mean tweets" vor und Kruse.. ach naja, AfD halt. © Screenshots; Lieferheld 2015

Die Alternative für Deutschland hat sich von einem Kamerateam im Wahlkampf begleiten lassen - und fällt damit gehörig auf die Nase. Lieferheld geht in Hamburg sehr viel werbewirksamer auf Stimmenjagd und bei Amazon kann man bald auch offline shoppen.

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Der Reinfall der Woche: AfD trickst und fliegt auf

Die Alternative für Deutschland und der NRD sind sich derzeit gar nicht grün. Denn die Partei und der Fernsehsender liefern sich momentan einen verbalen Schlagabtausch. Der Auslöser? Zwei Videos, die die Redaktion der NDR-Sendung „Panorama“ zwar als „Abfallprodukt eines Drehs“ bezeichnet, die in den sozialen Netzwerken aber munter geklickt und geteilt werden. Und für ordentlich Zündstoff sorgen. Die Hauptrolle in den Videos spielt Jörn Kruse, der AfD-Spitzenkandidat für die Hamburger Bürgerschaftswahl. Der geht im Stadtteil Poppenbüttel auf Stimmenfang, verteilt Flyer, sucht das Gespräch mit den Bürgern. Doch niemand interessiert sich für ihn. Blöd, dass das Kamerateam ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt dabei und Kruses missliche Situation auf Band festhält. Doch Hilfe naht: Ein junger Mann steuert auf Kruse zu und mimt den interessierten Bürger. Noch blöder: Dem NDR fällt auf, dass dieser „Wähler“ selbst AfDler ist und dem Team bereits vorher aufgefallen ist. Die Reporter lassen den fiesen Trick auffliegen:

Eine Reaktion der Partei auf die Verbreitung der Videos folgt per Facebook-Post. In dieser wird mit spitzen Worten Richtung NDR geschossen, das Wort „Lügenpresse“ wolle man aber nicht verwenden. Trotzdem fällt dieses Wort gleich zwei Mal. Der Vorwurf an die Reporter: Am selben Tag habe man den Fernsehspot für den Wahlkampf gedreht, Gesprächsszenen sollten mit „eigenen, echten Leuten“ drehen. Und die habe das Team nun verwendet und in ein falsches Licht gerückt. Außerdem hätten die Reporter eigentlich an der AfD interessierte Bürger mit ihren Kameras verschreckt. Natürlich reagiert der NDR auf die Vorwürfe der Partei. Auf die eigentlich ja überhaupt nicht verwendete Bezeichnung als Lügenpresse geht die Panorama-Redaktion nicht ein, „da ein Schimpfwort kein Argument ist“, doch antwortet sie „auf den Rest“. Auf die Gegenreaktion darf man gespannt sein, der Ball liegt jetzt wieder bei der AfD.

Die Werbung der Woche: Lieferheld im Wahlkampf

Wie man den Wahlkampf in Hamburg richtig und wirklich kreativ für sich nutzen kann, zeigt der Online-Lieferdienst „Lieferheld“. Denn der wirbt in der Hansestadt mit besonders witzigen Plakaten für sich selbst, berichtet absatzwirtschaft Online. Oder besser gesagt, für die „Christliche Döner Union“, die „Sozialdemokratischen Pizzerien Deutschlands“, die „Pizzaten Partei“ und die „Alternative für Dosensuppen“. Die vier verschiedenen Plakate, auf denen Lieferheld-CFO Emmanuel Thomassin höchstpersönlich zu sehen ist, könnten bei einigen Bürgern für Verwirrung sorgen. Wer aber auf eine der abgebildeten Partei-Webseiten geht, gelangt auf eine Zwischenseite von Lieferheld. „Vereint für die satte Mehrheit“ ist dort zu lesen. Seine Wahl kann man dann bei der Essensbestellung treffen. Der Piratenpartei gefällt der Werbegag.

Das Gerücht der Woche: Amazon bald auch offline

Wenn man Insidern Glauben schenken kann, streckt der Versandhändler Amazon seine Fühler in Richtung Offline-Geschäft aus. Wie „Handelsblatt Online“ berichtet, will der Konzern in den USA Filialen der pleitebedrohten Elektronikkette „Radio-Shack“ übernehmen. Damit würde Amazon in das klassische Einzelhandelsgeschäft einsteigen. Welche Vorteile dort dann wohl Premium-Kunden hätten?

Der Ausraster der Woche: Lindner fährt aus der Haut

Im Landtag NRW hat FDP-Parteichef Christian Lindner zu einer echten Wutrede angesetzt. Der Auslöser: Ein „dämlicher Zwischenruf“ von Landtagsneuling und SPD-Mann Volker Münchow. Schon Kinder lernen früh, andere Menschen aussprechen zu lassen. Die lernen aber auch, dass „Petzen“ niemand mag. Denn Lindner wäscht dem unhöflichen Kollegen ordentlich den Kopf und prangert ihn bei Ministerpräsidentin Kraft an: „Da haben Sie einen, Frau Ministerpräsidentin. Da haben Sie einen in Ihren eigenen Reihen, der nicht zuhört, was Sie machen.“ Ab Minute 22 dreht Christian Lindner richtig auf:

Wie das Netz auf die Wutrede des FDP-Mannes reagiert, berichtet „Handelsblatt Online“.

Die Aktion der Woche: Kätzchen als Image-Politur

Katzen und Kinder kommen in der Werbung immer gut. Das dachte sich jetzt auch der angekratzte Taxi-Dienst Uber. In Australien hatte das Image von Uber einen ordentlichen Kratzer bekommen, als während eines Anschlages in Sydney die Preise in die Höhe geschnellt waren. Mit einer tierisch-süßen Aktion wollte man nun einiges wieder gut machen. Wie „Meedia“ berichtet, konnten die Menschen in sechs australischen Städten für kurze Zeit einen Chauffeur bestellen, der kleine Katzenbabys für eine 15-minütige Kuschelpause vorbei bringt. So macht man mit Cat Content auf sich aufmerksam.

Das Video der Woche: Die „Mean Tweets“ sind wieder da

Die Videos von US-Talker Jimmy Kimmel sind legendär. Besonders die, in denen Promis fiese Tweets über sich selbst vorlesen müssen. Im neuesten Clip zu sehen sind Sängerinnen und Sänger, unter anderem Britney Spears, Lady Gaga und Rapper Psy. Am besten gefällt uns der „Voldemort mit Haaren“.

Kommunikation

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