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Ad Alliance-Macher Matthias Dang: „Unsere Marken erreichen 98 Prozent der deutschen Bevölkerung“

Frank Vogel (li.) und Matthias Dang

Sie versprechen nicht weniger als das Beste aus den TV-, Digital- und Print-Werbewelten zusammenzubringen. Im Interview mit der Absatzwirtschaft erklären Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung von G+J e|MS und Matthias Dang, Geschäftsführer IP Deutschland, warum sich ihre beiden Vermarkter sich zur Ad Alliance zusammenschließen, wo sie konkrete Vorteile für die Kunden sehen.

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Ein Vermarktungsangebot aus einer Hand – was kann man sich darunter vorstellen?

FRANK VOGEL: IP Deutschland und G+J e|MS werden Werbetreibenden und Agenturen ab dem 1. Januar 2017 reichweitenstarke Angebote bieten und Crossmedia-Lösungen sowie innovative Werbeprodukte entwickeln. Beide Vermarkter stehen für Relevanz, Reichweite, Konzeptstärke und Premiuminhalte. Ad Alliance bietet Kunden und Agenturen unter anderem, dass wir ihnen portfolioübergreifende Kooperationen mit genau diesen Attributen ermöglichen.

Die Ad Alliance ist mit der RTL Group und IP Deutschland vor allem im TV-Segment stark aufgestellt. Ist der TV-Werbemarkt am vielversprechendsten?

MATTHIAS DANG: Jede Gattung – ob TV, Print oder Digital – hat ihre Funktion, und somit ihre Berechtigung im Mediaplan, je nach Kampagnenziel. Und je breiter wir unser Portfolio gestalten, umso relevanter werden wir insbesondere für große Werbekunden. Denn: Kunden und Agenturen fordern in einer immer stärker fragmentierten Medienlandschaft die Möglichkeit, ihre Produkte gattungsübergreifend zu inszenieren. TV-Werbung ist höchst wirkungsvoll, die Kampagnenwirkung kann aber durch die intelligente Verknüpfung mit Print, Online und Mobile noch gesteigert werden. Und genau dieses Wirkungsplus bieten wir mit Ad Alliance.

Kommen andere Werbekanäle nicht zu kurz?

Wie welcher Kanal bespielt wird, hängt vom Kunden ab, nicht von unserem Angebot.

Welche Kanäle möchte man bespielen – und vor allem: wie?

VOGEL: Wie gesagt, wir wollen im Sinne unserer Kunden Marken auf allen wichtigen Plattformen – von TV über Print bis hin zu Digital – inszenieren. Durch die Abstimmung innerhalb der Ad Alliance bekommen Kunden ein inhaltlich perfekt austariertes Konzept, das die Stärken der einzelnen Plattformen optimal nutzt.

Wie viele Konsumenten werden Sie mit der Ad Alliance erreichen? Wenn es ein Reichweiten- oder Umsatzziel gibt – wo liegt dieses?

DANG: Unsere Marken erreichen monatlich 98 Prozent der deutschen Bevölkerung. Im AGOF-Ranking der Digitalvermarkter werden wir mit Ad Alliance unter den größten Drei sein. Unser Ziel ist es, unseren Kunden noch bessere Vermarktungsservices anzubieten und – natürlich – auch insgesamt auf den Marken mehr Umsatz zu generieren.

Warum haben sich G+J, die RTL Group und IP Deutschland zu der Vermarktungsallianz zusammengeschlossen – wäre es für die Marken allein schwer im Werbemarkt geworden?

Wir bieten im Rahmen der Ad Alliance eine Bandbreite an hochwertigen journalistischen Umfeldern, wie sie kein anderer Vermarkter hat. Wir – IP Deutschland und G+J e|MS – haben ja schon häufiger zusammengearbeitet, um Kundenwünsche individuell umzusetzen. Zuletzt bei der Kampagne für L’Oréal Perfect Match oder aktuell für die crossdigitale Native Advertorial-Kampagne für ING-Diba. Diese Projekte zeigen uns, dass wir einerseits mit der gebündelten Kraft unserer Marken im Markt höchste Relevanz haben, und andererseits unsere kreativen Köpfe immer effektivere Werbelösungen für Kunden und Agenturen entwickeln.

Herr Vogel, mit der Ad Alliance wollen sie „aktuelle und zukünftige Marktanforderungen“ bewältigen. Wie sehen diese denn aus?

VOGEL: Die Marktanforderungen reichen von programmatischen Kampagnen bis Native Advertising-Lösungen, von Automatisierung bis zu kundenindividuellen Kundenkonzepten und das in jedem Medienkanal einzeln und verknüpft. Damit sind wir für die heutigen Anforderungen bestens gerüstet und flexibel genug, schnell und effektiv auf zukünftige reagieren zu können.

Warum lassen sich diese nur als Vermarktungsallianz bewältigen?
Ob sich diese nur mit einer Allianz bewältigen lassen, weiß ich nicht, wir glauben einfach daran. Nicht zuletzt, weil IP und G+J e|MS auch kulturell hervorragend zusammenpassen.

Aber verderben viele Köche nicht den Brei?

DANG: Bei der Ad Alliance halten wir uns mit dem Brei kochen nicht groß auf. Sprich: Wir fusionieren ja nicht. Bei uns hat jeder Koch auch weiterhin seinen eigenen Topf, sein eigenes Rezept und seine eigenen Zutaten. Wir stehen aber definitiv am selben Herd, um das perfekte Menü zu kreieren.

Bleibt die Vermarktung der einzelnen Marken denn unabhängig oder wird diese auch in der Vermarktungsallianz übernommen?

In TV und Print bleibt die Vermarktung getrennt, nur unser Online-Inventar wird in übergreifenden Angeboten gebündelt.

Das diesjährige Motto der dmexco lautet „Everything is digital, not every thing is digital“. Wie interpretiert Gruner + Jahr (oder die Ad Alliance) dieses Motto?

VOGEL: Mir gefällt das diesjährige Motto – fast schon philosophisch und passend für den öffentlichen Diskurs. Der Megatrend der Digitalisierung hat die Medienwirklichkeit so stark verändert, dass nun als Gegentrend die Frage lauter wird, wann wir wie und wo mal nicht digital sein wollen. Und die Frage der richtigen Balance zwischen digitalen und offline Welten stellt sich mehr denn je auch für Kommunikation und Marketing.

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