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Accenture-Studie: Frauen fühlen sich für die Zukunft gerüstet

Unternehmen setzen sich verstärkt für Frauen ein. Die wiederum stehen der digitalen Zukunft positiv gegenüber. Geht es jedoch um weibliche Führung in technischen Positionen, herrscht noch große Skepsis. Das hat eine Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Accenture herausgefunden.

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Unter dem Motto #ListenLearnLead  hat Accenture Berufstätige zu den Anforderungen des digitalen Zeitalters befragt. Die hypervernetzte Arbeitswelt stellt dabei neben zahlreichen Chancen auch Herausforderungen dar. So ist Multitasking aus dem vernetzten Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken: 96 Prozent der Befragten bringen einen Teil ihres Arbeitstages mit dem gleichzeitigen Erledigen mehrerer Aufgaben zu. Obwohl sich mit 97 Prozent fast alle Befragten als gute Zuhörer bezeichnen, gaben fast zwei Drittel (62 Prozent) an, dass Zuhören immer schwieriger wird.

Multitasking geht zu Lasten der Arbeitsqualität

Rund zwei Drittel (68 Prozent) empfinden es dabei zwar als positiv, durch Multitasking mehr bei der Arbeit erledigen zu können – wobei Frauen mehr zu Multitasking neigen als Männer, insbesondere die der Generation Y (98 Prozent), also die um die Jahrtausendwende Geborenen. Für fast die Hälfte aller Befragten (45 Prozent) geht das parallele Bearbeiten mehrerer Aufgaben allerdings zu Lasten der Arbeitsqualität. Rund jede zweite Frau (57 Prozent) sieht ihre Arbeit durch unerwartete Ablenkungen negativ beeinflusst, bei den männlichen Befragten hingegen glaubt lediglich ein Drittel (34 Prozent), dass beispielsweise außerplanmäßige Meetings die eigene Leistung beeinträchtigen. Zunehmendes Multitasking hingegen wirke sich negativ auf das Zuhören aus – fast zwei Drittel (62 Prozent) empfinden das in der digitalen Arbeitswelt als zunehmend schwieriger.

„Die Digitalisierung verändert alles, und viele Arbeitnehmer sehen in der Vernetzung große Vorteile hinsichtlich Flexibilität und Erreichbarkeit. Gleichzeitig hindert die über verschiedene Kanäle hereinbrechende Informationsflut und ständige Unterbrechungen durch Email, Chats, usw. Führungskräfte daran, sich zu fokussieren und mitunter auch effektiv zu führen, weil die Zeit für die direkte Mitarbeiterkommunikation zu fehlen scheint“, sagt Sandra Babylon, Managing Director im Geschäftsbereich Financial Services und Leiterin der Women Initiative bei Accenture im deutschsprachigen Raum. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind mehr als die Hälfte der Frauen (58 Prozent) und Männer (57 Prozent) der Meinung, dass neue Technologien und die mit ihnen einhergehende ständige Erreichbarkeit von Führungskräften die Führungsarbeit behindert.

Frauen fühlen sich gewappnet

„Frauen stehen den veränderten Anforderungen in der hypervernetzten Welt grundsätzlich positiv gegenüber. Besonders selbstbewusst sind Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Fast alle halten sich für gute Zuhörerinnen und glauben damit, eines der wichtigsten Skills für die Karriere im digitalen Zeitalter mitzubringen“, erklärt Sandra Babylon. Auch Arbeitgeberseitig sei eine Entwicklung zu beobachten: im deutschsprachigen Raum sind 56 Prozent der Meinung, dass die Unternehmen mehr dafür tun, Frauen auf Führungsrollen vorzubereiten. Als besonders wichtig werden Trainings angesehen, Mentoring verliert zunehmend an Bedeutung. Während Frauen im Allgemeinen Soft Skills Trainings wichtiger sind (66 Prozent), setzten Männer vorwiegend auf Trainingsangebote im Bereich Technologie (64 Prozent), um in der digitalen Arbeitswelt erfolgreich sein zu können.

Skepsis über Frauen in technische Führungspositionen

Insgesamt setzt sich der Positivtrend für Frauen fort: Weltweit glauben 71 Prozent aller Befragten, dass bis 2030 mehr Frauen in die in der digitalen Welt immer wichtiger werdende Position des Chief Technology Officer (CTO) kommen werden. Nur rund jeder Siebte (15 Prozent) rechnet hingegen mit einem Anstieg von über 20 Prozent. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Skepsis deutlich größer: Nur 5 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer halten diese Entwicklung für realistisch.

„Nur wer das Potenzial aller Mitarbeiter voll einzusetzen weiß, wird langfristig erfolgreich sein können. Wir sehen uns daher ganz klar in der Pflicht, insbesondere auch für Frauen die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, in der digitalen Berufswelt ihren Karriereweg zu gehen und noch bessere Führungskräfte zu werden“, sagt Sandra Babylon.

Familienleben statt Beruf

Die Studie hat zudem Frauen und Männer zu einigen grundlegenden Aspekten der Arbeit befragt:

Lernen am Arbeitsplatz: Für 83 Prozent der Befragten sind  unternehmensinterne Trainings eine sinnvolle Art der Weiterentwicklung. Für knapp zwei Drittel trägt die Teilnahme an Trainings sogar zur Beförderung bei.

Zufriedenheit im Job: Sowohl bei Frauen als auch Männern steigt  die Unzufriedenheit im Job – rund die Hälfte geht inzwischen weniger motiviert zur Arbeit als im Vorjahr. Als Hauptgrund werden fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten gesehen. Zudem wünscht sich vor allem die Generation Y eine bessere Work-Life-Balance.

Gehalt und Beförderung: Insbesondere Frauen trauen sich zunehmend häufiger nach einer Beförderung und Gehaltserhöhung zu fragen. 65 Prozent von ihnen haben bereits aktiv nach einer Beförderung gefragt – im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese  Zahl verdoppelt. Bei den Männern waren es 60 Prozent.

Hausfrau/Hausmann: Wenn die finanzielle Situation es zuließe, würden fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten ihren Job aufgeben und sich dem Familienleben widmen. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr von mehr als 30 Prozent.

 

Über die Untersuchung: Für die Umfrage #ListenLearnLead hat Accenture weltweit in 30 Ländern 3.600 berufstätige Frauen und Männer vom Einsteigerlevel bis zu Managementpositionen aus kleinen, mittelgroßen und großen Unternehmen befragt, darunter insgesamt 200 aus Deutschland und jeweils 100 aus Österreich und der Schweiz. Accenture führt die Umfrage jährlich durch und veröffentlicht die Ergebnisse zum Weltfrauentag. Weitere Informationen gibt es hier.

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