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Abschied von Klopp, Hype um Game of Thrones und Spott über Hillarys H

Im Rückblick: Kloop, Hillary Clinton und Chrysler.

Jürgen Klopp verabschiedet sich als Dortmunds Cheftrainer, und auch als Werbestar? Die Serie Game of Thrones sorgt unter Fans für Schnappatmung – wie mittlerweile auch einige Marken erkannt haben. Und Hillary Clintons Logo zur Präsidentschaftskandidatur sorgt für Spott. Die Woche im Rückblick.

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Der Rücktritt der Woche: Jürgen Klopp wechselt sich selbst aus

Da ging ein Beben durchs Ruhrgebiet, als die „Bild“ meldete, dass Dortmunds Trainer Jürgen Klopp um die frühzeitige Beendigung seines Vertrags gebeten habe. Wenig später wurde es offiziell: Nach sieben Jahren verlässt der Oberborusse die Mannschaft. Auch nach sieben erfolgreichen Jahren erlebte der BVB unter dem Coach in dieser Saison einen schweren Absturz. Für ihn sei nun der Zeitpunkt gekommen, in dem er einfach nicht mehr der perfekte Trainer für den Verein sei, sagte Klopp auf der Pressekonferenz, die der Verein am Mittwoch einberufen hatte. Dort herrschte Trauerstimmung, Borussia-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte Tränen in den Augen, auch dem Noch-Trainer fiel das Reden schwer. Die einzige Info über den Inhalt der Konferenz, die der britische Reporter Ben Bloom uneingeschränkt an seine Follower auf Twitter weitergeben konnte. Der „Daily Telegraph“ hatte ihn zur Pressekonferenz geschickt, um über das Ereignis für die britische Fußballwelt zu berichten. Leider kam da erst einmal nichts bzw. nicht das, was sich die heimische Redaktion von Bloom gewünscht hätte. Denn für den Briten wurde die Pressekonferenz zur Reise nach Babel, denn es gab keine englische Übersetzung für die ausländischen Reporter – und auch Bloom verstand kein Wort. Seine Verzweiflung darüber verkündete der Brite via Twitter und wurde damit zum neuen Liebling der Netzgemeinde. Die ganze Geschichte dazu hat „Meedia“ aufgeschrieben.

Jürgen Klopp verdient sein Geld aber nicht nur als Trainer von Borussia Dortmund, sondern auch als erfolgreiches Werbegesicht von Opel und Evonik. Daran soll sich auch nach dem Ende seiner Zeit als Trainer nichts ändern. Schon kurz vor der Pressekonferenz twitterte Opels Marketingchefin Tina Müller: „juergen klopp ist ein hervorragender markenbotschafter für opel und wir stehen voll hinter ihm!“. Und auch Evonik hält am Markenbotschafter Klopp fest. Wie die Marken auf die Niederlegung der Trainerwürden reagierten, lesen Sie hier.

Das Logo der Woche: H mit Pfeil

Politikerinnen und Politiker haben es ja nie leicht. Wenn bei den Ansichten alles sauber ist, dann finden Spötter und Kritiker bestimmt irgendetwas anderes. Frisuren bieten sich immer an oder aber der Kleidungsstil. Wenn es nicht ganz so oberflächlich sein soll, dann geht immer noch die Inszenierung der Wahlwerbung oder der Slogan einer Kampagne. Und ach ja, das Logo. Hillary Clinton hat den Spott über ihre Frisuren schon in ihrer Zeit als First Lady hinter sich gebracht. Aber als sie jetzt das Logo ihrer Präsidentschaftskandidatur vorstellte, witzelte und spottete das Netz. Einfallslos und banal fanden das viele, wie „Meedia“ berichtet. Auch viele Designer und Agenturen gaben ihre Einschätzungen ab. Die Frage darf erlaubt sein: Warum spricht eigentlich kaum noch jemand über den Inhalt von Clintons erstem Kampagnenvideo?

Der Ärger der Woche: Fleischer vs. Lidl

Wer Werbespots von Lidl sieht, der könnte annehmen, es handle sich nicht um einen deutschen Discounter, sondern um eine Marke, irgendwo zwischen Edeleinkauf und Öko-Concept Store. Auch beim Fleisch ist nichts an Billig-Look zu sehen. Warum das so günstig ist? Auf der Internetseite des Discounters steht zu lesen:  „Wirtschaftliche Interessen und verantwortliches Handeln lassen sich vereinen. Unsere guten Fleischpreise erzielen wir durch eine durchweg optimierte Prozesskette und große Abverkaufsmengen.” Doch mit Image und Realität ist das ja so eine Sache. Zumindest wenn es nach dem Bayerischen Fleischerverband geht, liegen beide bei Lidl ziemlich weit auseinander. Die Kampagne sei eine Farce, so die Vereinigung. Denn wie sollen billige Fleischpreise und artgerechte Haltung möglich sein? Es ist nicht das erste Mal, dass Lidl mit einem Werbeversprechen auf die Nase fällt. Die ganze Geschichte um den Streit an der Fleischtheke lesen Sie hier.

Der Start der Woche: The Hype is coming

„Fernsehserien sind die Romane des 21. Jahrhunderts“, sagte Gary Davey, Programmchef beim Bezahlsender Sky, einmal. Und tatsächlich begeistern entsprechende Formate mittlerweile auch Menschen, für die die Serie als solche lange ein Synonym für GZSZ gewesen ist und die dem nicht so viel abgewinnen konnten. Erfolge wie House of Cards, True Blood oder Breaking Bad haben mittlerweile Kultstatus  und wer im Smalltalk die Namen Frank Underwood oder Walter White fallen lässt, outet sich nicht mehr als Freak, sondern scheint schon fast intellektuell. Wer mitreden will, muss also mit den jeweiligen Staffeln gehen. So verhält es sich auch bei der Erfolgsserie „Game of Thrones“ (GoT), die Anfang der Woche in die fünfte Staffel ging. Ausgestrahlt wurde die erste Folge in der Nacht zum Montag auf Sky. Und die Serie schafft nicht nur bei den Einschaltquoten (8 Millionen der ersten Folge allein in den USA) und Produktionskosten (rund sechs Millionen Dollar pro Folge) Superlative , sondern auch im Netz, wo zahlreiche Clips und Memes die Geschichten der Serie aufgreifen. So bastelte ein Blogger deutsche Zeitschriftentitel mit den GoT-Charakteren, die die „Brigitte“ zusammengestellt hat. Ein Karikaturist nahm den Staffelstart zum Anlass und stellte den Viralhit „Dumb Ways to die“-Video von McCann Australien mit den berühmtesten Todesfällen der Serie nach. Auch da schafft die Serie übrigens Superlative: Es wird dauernd gestorben und keine Rücksicht auf Hauptrollen gelegt.

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