Klassische Medien
16.11.2009. Die Ergebnisse des vierteljährlichen Konjunktur- und Trendbarometers der IP Deutschland zeigen mehr als dass die Wirtschaftskrise bisher an der Mehrzahl der Konsumenten vorbeigerauscht ist. Zwar hätten gegenüber 38 Prozent vor vier Monaten aktuell lediglich 33 Prozent der Befragten angegeben, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert habe. Um die Bekanntheit eines Claims zu steigern, erweise sich das Fernsehen als ein besonders geeignetes Medium.
36 Prozent der Befragten würden die persönliche finanzielle Lage als unverändert gegenüber dem Vorjahr einschätzen, wohingegen sich 29 Prozent dafür ausgesprochen hätten, dass sich ihre Situation sogar verbessert habe. Einen weiteren Hinweis auf ein nach wie vor entspanntes Konsumklima liefere der Trend zu Handelsmarken, der erstmals seit 2005 gebrochen worden sei. Wenn es um Produkte des täglichen Bedarfs gehe, würden nur noch 21 Prozent der Erwachsenen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren beim Einkauf eher zu Handelsmarken greifen. Im Vorjahr hätten dagegen noch 30 Prozent aller Befragten No-Name-Produkte bevorzugt. Bei knapp 60 Prozent der 14- bis 49-Jährigen landeten mittlerweile Marken- und No-Name-Produkte gleichermaßen im Einkaufswagen. Für die Mehrheit der Deutschen seien Handelsmarken also durchaus Alternativen zu Markenprodukten.
Dies dürfte auch eine Folge der kontinuierlichen Aufwertung der ehemaligen „No-Names“ im Rahmen von TV-Imagekampagnen einiger Handelsketten sein. Beispielsweise rücke Rewe die Eigenmarken in TV-Spots prominent ins Licht. Sparpotenzial sähen die meisten Befragten am ehesten bei Energiedienstleistungen (86 Prozent), gefolgt von Telefonkosten (78 Prozent) oder eher verzichtbaren „Dingen, die das Leben schöner machen“ (77 Prozent). Die geringsten Möglichkeiten zum Sparen erschienen den Befragten dagegen bei Lebensmitteln oder sonstigen Dingen des täglichen Bedarfs (70 Prozent). Dass das Fernsehen ein besonders geeignetes Medium sei, um die Bekanntheit eines Claims zu steigern, hätten vor allem die von den Befragten korrekt zugeordneten Werbeslogans von Handelsketten gezeigt. So konnten bis zu 64 Prozent der 14- bis 49-Jährigen TV-Kampagnen des Lebensmitteleinzelhandels dem richtigen Absender zuordnen. Deutlich schwerer sei den Befragten dies bei Handelsunternehmen gefallen, die nicht im TV präsent waren, wo nur in maximal sechs Prozent der Fälle eine korrekte Zuordnung vorgenommen wurde.
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