Konjunkturumfrage des Markenverbandes
28.05.2009. „Unsere Unternehmen spüren die aktuelle Wirtschaftkrise deutlich, stemmen sich vielfach aber erfolgreich dagegen." So fasste Markenverbands-Präsident Franz-Peter Falke heute in Berlin die Ergebnisse der repräsentativen Konjunkturumfrage unter den rund 400 Mitgliedsunternehmen im Markenverband zusammen.
Während 70 Prozent der Mitglieder die wirtschaftliche Lage insgesamt als schlecht bis sehr schlecht bewerten, wird die Lage im eigenen Segment durchweg positiver beurteilt: Rund die Hälfte der Unternehmen hält diese für befriedigend, gute jedes zehnte Unternehmen sogar für gut. Die Umsätze im ersten Quartal zeigen sich bislang robust. Ebenso ermutigend: Investitionen und Beschäftigung werden bei zurückgehender Auslastung der Kapazitäten bei rund zwei Drittel der Firmen stabil bleiben.
Die Markenwirtschaft blickt dennoch nicht ohne Sorge in die nähere Zukunft. Ein kaum berechenbares Risiko ist, ob und in welchem Umfang die Konsumneigung in der Bevölkerung auch vor dem Hintergrund wachsender Arbeitslosenzahlen zurück geht. „ Vor dem Hintergrund einer breiten Verunsicherung unter den privaten Nachfragern helfen branchenspezifische Subventionen wie die nunmehr sogar noch ausgeweitete „Abwrackprämie“ nicht weiter. Statt über hohe Staatsverschuldung für reine Strohfeueraktionen die Grundlagen für die Krise nach der Krise zu legen, müssen jetzt vielmehr strukturelle Weichenstellungen bei Steuern und Sozialabgaben vorgenommen werden“, forderte Falke.
Die Markenhersteller beziehen hier klare Position: 90 Prozent der befragten Unternehmen halten die Abwrackprämie für nicht geeignet oder sogar kontraproduktiv. Zu 93 Prozent sprechen sich die Firmen für eine Senkung der Einkommensteuer gerade bei kleinen und mittleren Einkommen aus. 87 Prozent halten zudem eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für geeignet bis sehr geeignet. Darüber hinaus plädieren weitere gut 60 Prozent der Unternehmen für den nachhaltigen Ausbau von Infrastruktur.
Der 1903 in Berlin gegründete Verband ist die Spitzenorganisation der deutschen Markenwirtschaft. Die Mitglieder stehen für einen Markenumsatz im Konsumgüterbereich von über 300 Mrd. Euro und im Dienstleistungsbereich von rund 200 Mrd. Euro in Deutschland.
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