“Die Resultate dieser Buzz-Analyse zeigen, wie wichtig Social Media heute für die Markenführung- und Kommunikation, aber auch für das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) geworden sind“, kommentiert Sten Franke, Studienpartner und Geschäftsführer beim Dienstleister Ethority, die Ergebnisse seiner Analysen. Durchschnittlich waren 43 Prozent aller markenbezogenen Gespräche für die Bildung einer Käuferpräferenz relevant. Im Bereich Telekommunikation war jede dritte Verbrauchermeinung, im Bereich Food mehr als jede zweite eine Kaufempfehlung.
Online-Foren als Epizentren der Marken- und Produktempfehlung? Unter den Weblogs, Foren, und Social Networks ist der Microblogging Dienst Twitter derzeit „hipp“. Mit dem Tool auf der Basis eines SMS-Protokolls senden Nutzer Nachrichten mit einer Länge von bis zu 140 Zeichen an öffentliche oder private Gruppen. Nutzer können die Ströme anderer Nutzer abonnieren oder Kurznachrichten nach Themen durchsuchen.
„Eigentlich, so der Eindruck, den man derzeit unter Kommunikationsexperten bekommt, sind wir derzeit alle twirre. Twitter allerorten. In Davos, auf dem DLD, auf jedem Seminar und über jede Fortbildung“, beschreibt Christian Faltin von der PR-Agentur Cocodibu das Phänomen in seinem Weblog. „Wer wolle das alles wissen? Keiner und alle gleichzeitig“, gibt sich der Kommunikationsspezialist selbst Antwort. Twitter sei ein Informationsstrom, der an einem leise aber stetig vorbeifließe. Der eine stehe länger am Fluß, der andere schaue nur kurz vorbei.
Ursprünglich nicht für die Anwendung im Geschäftsverkehr gedacht, waren es zunächst IT-nahe Dienstleister, die den Umgang mit dem Tool für ihr Marketing professionalisierten. Von dem Hype überrascht, sieht mittlerweile auch die werbetreibende Industrie das Potential für ihre marketingrelevanten Zielgruppen wachsen.
Einfach mal bei Twitter sehen, was schon da ist
Und schon lassen Tipps für den Einstieg experimentierbereiter Unternehmen nicht mehr auf sich warten. „Unternehmen sollten vielleicht einfach mal Produktnamen bei search.twitter.com eingeben und sehen, was schon da ist“ gibt Nicole Simon, Autorin des Buches „Twitter – mit 140 Zeichen ins Web 2.0“, gegenüber dem Dienst „turi2“ zu Protokoll. Im geschäftlichen Umfeld könne man es sich eigentlich kaum leisten, nicht hinzuschauen.
Nicht alles bringt Gewinn, weiß Simon. Twitter sei im Moment hipp, und verschiedene Firmen fingen schon an, das Instrument für sich zu nutzen. Das eine oder andere Unternehmen mache schon Angebote. Sobald der Kunde erst einmal daran gewöhnt sei, könne man sich damit auseinandersetzen, dieses System für sich zu nutzen.