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03.02.2010

Viele klassische Werbeaktionen haben Ihrer Erfahrung nach ausgedient. Was ist der Grund dafür?

Gewinnspiele sind ein etabliertes Marketing- und Werbetool, das alle Unternehmen und Branchen einsetzen. Der Erfolg einer solchen Aktion hängt aber auch von der Aufmerksamkeit ab, die zum Beispiel ein spektakulärer Gewinn erzielen kann. Verlosungen von Fahrrädern oder Badetüchern stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand für die Bewerbung des Gewinnspiels, das sollte inzwischen jedem Werber klar sein. Durch die Versicherung von Gewinnspielen mit einer Gewinnchance sind zum einen Auslobungen in enormer Höhe möglich und zum anderen ist gleichzeitig die Versicherungsprämie in das Gesamtbudget kalkulier- und integrierbar. Da gibt es keine finanzielle Überraschung mehr für das Unternehmen, wenn die Einlösungen aus dem Ruder laufen oder sich ein Millionengewinner meldet.

Welche Trends sehen Sie bei Marketingstrategien für das Jahr 2010 und welche zusätzlichen Chancen eröffnet das jüngst aufgehobene Koppelungsverbot?

2010 werden Online-Gewinnspiele und Maßnahmen rund um Großereignisse wie die WM wieder stärker in den Fokus rücken. Auch das Handy wird immer stärker von der Werbeindustrie und den Unternehmen als Medium genutzt werden. Hier gilt es, spezielle SMS-Gewinnspiele zu entwickeln. Das EU-Urteil zum deutschen Kopplungsverbot hat den Handlungsspielraum und damit die Kreativität von Promotions und Verkaufsförderungsaktionen zudem enorm erweitert. Zuvor waren Gewinnspiele, die an den Erwerb einer Ware gekoppelt waren, so gut wie verboten. Dies führte zu Unsicherheit und Rechtswidrigkeiten. Jetzt wurde nicht nur Klarheit geschaffen, sondern es ergeben sich ganz neue Werbe- und vor allem Absatzpotenziale.

Gibt es Unterschiede zwischen Marketingstrategien, die Sie Kunden empfehlen, und Ihrer für das eigene Unternehmen?

Wir verfolgen die Strategie, dass Werben kein Luxus ist, sondern existenziell und immer zum Ziel hat, den Umsatz eines Unternehmens zu fördern und steigern. Was wir unseren Kunden empfehlen, ist meist sehr individualisiert. In gewisser Weise sind unsere Konzepte natürlich auch Bestandteil unserer persönlichen Werbestrategie. Trotzdem ist die Emirat AG ein reiner B-to-B-Anbieter, das heißt wir treten bei den Aktionen unserer Kunden nie in Erscheinung – wir stellen nur das Risikonetz im Hintergrund dar. 2010 werden wir unsere internationalen Marketing­aktivitäten weiter ausbauen. Damit geht unter anderem der Relaunch unserer Website einher und die Überarbeitung des Corporate Design.

Die Fragen stellte Martina Monsees.

Weitere Informationen gibt es unter:
www.emirat.de
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