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Bei Johnson & Johnson hatte das bereits konkrete Konsequenzen, berichtet Marketing Director Stefan Meyer: „Wir bringen alle Agenturen zusammen und setzen uns mit ihnen an einen Tisch, um eine Idee zu entwickeln, bevor wir den konkreten Mediaplan ausarbeiten,“ berichtet Meyer aus seiner Praxis. Und auch die Agentur Grey bereitet sich auf die Veränderungen im Werbemarkt bereits vor. „Wir ziehen um und bringen alle Leute zusammen, damit sie miteinander reden“, erklärt Uli Veigel, Chief Executive Officer Deutschland, seine Maßnahme, um bei den Prozessen schneller und effizienter zu werden.
Bei dem Thema „Zukünftige Erlös- und Vermarktungsmodelle“ stellt Uwe Becker, OWM-Vorsitzender und Media Direktor Unilever Deutschland, klar: „Wir gehen dahin, wo wir glauben oder wissen, dass wir unsere Zielgruppe erreichen.“ Aber: „Nicht alles, was technisch geht, ist über Werbung zu finanzieren.“ Philipp Welte, Vorstandsvorsitzender Bild.T-Online, sieht die Aufgabe der Medien in Zukunft darin, Menschen technikneutral „mit Information und Unterhaltung für uns zu gewinnen. Diese Möglichkeiten können wir den werbenden Unternehmen anbieten.“
Der Geschäftsführer IP Deutschland GmbH, Martin Krapf, verteidigte die durch die Untersuchung des Kartellamtes erzwungene Veränderung der Konditionsmodelle. Der Kunde könne entweder direkt abrechnen oder der Agentur die Abwicklung übertragen. Das entspreche der Marktrealität. Krapf: „Die Weichen stellt der Kunde.“ Becker machte dagegen noch einmal die Position der OWM klar: Die neuen Modelle der Fernsehvermarkter seien intransparent, inflexibel und kompliziert. Becker: „Die Vergütung der Agentur durch die Medien lehnen die Werbungtreibenden grundsätzlich ab. Sie garantiert keine objektive und neutrale Beratung.“
Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) vertritt rund 90 große Werbung treibende Unternehmen in Deutschland, darunter 90 Prozent der Top 10 im deutschen TV-Werbemarkt und drei Viertel der 20 Unternehmen mit dem höchsten Werbebudget im gesamten deutschen Werbemarkt. Insgesamt investieren die Unternehmen des Verbandes mehr als 6,5 Milliarden Euro im Jahr für Kommunikation und Werbung.










