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50 Shades of Grey, Schweden-Logo und ein geschmackloses Kostüm

Der "Dinosaurier des Jahres", der Auftritt der Woche und das große Logo-Problem. Diese Woche war viel los © Screenshot Audi 2015; dpa 2015

50 Shades of Grey regt nicht nur die Fans an, sondern auch die Automarke Audi. ExxonMobil macht aus einem Negativpreis eine Maskottchen und ein Online-Kostümanbieter greift mit seinen "Zweiter-Weltkrieg"-Gewändern ziemlich daneben.

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Der Hype der Woche: 50 Shades of Grey

Eigentlich geht der Hype ja schon gefühlte Ewigkeiten, aber in dieser Woche war dann der Höhepunkt. Der Film zum Buch „50 Shades of Grey“ feierte Weltpremiere in Berlin. Und nicht nur Fans freuen sich auf das Hochglanz-Peitschen-Bewegtbilddrama, sondern auch die deutsche Automarke Audi. Denn Hauptdarsteller Herr Grey fährt einen Wagen der Marke und das dürfte reichlich Aufmerksamkeit bescheren. Die Werbeabteilung von Audi of America nutzt diese schon einmal vorab und lancierte zwei Werbespots, die den Film ein wenig aufs Korn nehmen, wie „Absatzwirtschaft Online“ berichtet.

Eine weitere Marke könnte sich über den 50-Shades-of-Grey-Werbeeffekt freuen: die britische Baumarktkette B&Q. Wie „Handelsblatt Online“ berichtet hat die ihre Vorräte an Kabelbinder und Klebeband aufgestockt und das Personal hinsichtlich eines sensiblen Umgangs mit der inspirierten Kundschaft gebrieft. Ob wohl auch schon deutsche Baumärkte Vorbereitungen getroffen haben? Wenn Sie keinen Parkplatz beim Rasenmäher-Kauf finden, wissen Sie warum.

Die Transformation der Woche: Aus Jurassic Park wird Barney

Es gibt Preise, die sind nicht beliebt: Die Goldene Himbeere für besonders schlechte Schauspielleistungen oder der Goldene Windbeutel für nicht erfüllte Versprechen der Lebensmittelbranche. Oder eben der „Dinosaurier des Jahres“ des Naturschutzbundes Nabu. Den bekam Ende vergangenen Jahres der Ölkonzern ExxonMobil für die „Verharmlosung des umstrittenen Fracking-Verfahrens“. Und während Schauspielerinnen nach der Goldenen Himbeere ihren Agenten feuern und gescholtene Lebensmittelkonzerne Pressemitteilungen „contra dem Windbeutel“ versenden, überlegte sich ExxonMobil etwas anderes. Aus dem Negativpreis machte der Konzern „Frexxi“, den freundlichen Dino, der über die umstrittene Fracking-Methode informieren soll. Dieses Maskottchen fand Nabu nicht so zum Knuddeln, wie „Meedia“ berichtet.

Das Logo der Woche: Schwedens CI

Skandinavisches Möbeldesign lässt sich meist einfach charakterisieren: schnörkellos, klar und modern. Dass das nicht nur für eine große Möbelhauskette aus dem Norden gilt, sondern auch für den Markenauftritt Schwedens , zeigt jetzt der Schrifttyp, den sich das Land entwickeln ließ. Andere Länder beschränken sich auf Landesfarben, Schweden will eben auch eine eigene Schrift. Patriotismus für Hipster sozusagen. Wie das aussieht und die Geschichte der Schweden-Typo lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Typographie und wie Sie damit Ihre Marke stärken, lesen sie in der absatzwirtschaft Nr. 4

Die Meldung der Woche: Schleichender Bär muss gehen

Spätestens seit Winnetou ist bekannt: die Ureinwohner Nordamerikas hatten klingende Namen. Und so finden sich bis heute Familiennamen wie Schleichender Bär oder Einzelner Hügel in den Ausweisdokumenten von US-Bürgern. Und als hätte diese Bevölkerungsgruppe nicht schon genug erlebt, kommt jetzt noch ein digitales Ärgernis hinzu. Denn Facebook scheint diese Nachnamen augenscheinlich für nicht echt zu halten und sperrte den Account der US-Amerikanerin Dana Lone Elk. Die wehrte sich und prompt steht das Netzwerk wieder einmal für seine Namenspolitik in der Kritik. Man mag sich erinnern: Schon mit den Dragqueens hatte es sich Facebook zeitweise verscherzt. Die ganze Geschichte auf „Frankfurter Allgemeine Zeitung„.

Das Produkt der Woche: Zu Karneval als Flüchtling

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Wer Verstand hat, der macht bei Späßen einen weiten Bogen um alles, was mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat. Auch an Karneval. Kurioserweise scheint der Kostümanbieter „Online-Party-Shop“ da aber trotzdem Bedarf zu sehen. Und so kann der geschichts- und detailverliebte Narr hier den  „2. Weltkrieg Evakuiertes Mädchen“ oder “ 2. Weltkrieg Evakuierter Junge“-Look für seine Kleinen bestellen. Für Mädchen kommt es „im schicken Mantelkleid-Stil mit Knöpfen vorne und einem Namensschild aus Filz am Kragen“ daher, für Jungen erinnert das Kostüm „an die Zeit der Lebensmittelrationierung und sieht echt authentisch aus“. Wenn Sie sich jetzt fragen, wofür sie das gebrauchen können, hat der Anbieter auch schon eine Idee auf Lager: „Das ist ein perfektes Kostüm für jedes Kostümfest oder Motto-Partys der 40er- und Kriegsjahre.“ Ihrer nächsten Party steht also nichts mehr im Wege. Der „Online-Party-Shop“ hat das Produkt mittlerweile entfernt und bittet um Entschuldigung. Die „Blogrebellen“ haben die Geschichte aufgeschrieben.

 

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