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150 Millionen täglich aktive Nutzer: Snapchat überholt Twitter

Snapchat-CEO Evan Spiegel setzt auf Werbung

Symbolische Wachablösung: Wie Bloomberg berichtet, hat Snapchat Twitter nach täglichen Nutzern überholt. Die Messaging-App bringt es demnach inzwischen auf 150 Millionen Snapchatter, die sich täglich beim Schnipselvideodienst einloggen – Twitter weist nur 140 Millionen täglich aktive Mitglieder auf.

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Für Evan Spiegel war die Sache seit Längerem klar: Twitter ist Vergangenheit, Snapchat die Zukunft. Um der These Ausdruck zu verleihen, entschloss sich der 25-Jährige vor einem Jahr zu einer ungewöhnlichen PR-Aktion: Einfach mal alle 900 Tweets löschen, die er bis dato abgesetzt hatte.

Die entwaffnende Begründung der Unternehmenssprecherin: „Weil Evan dazu neigt, in der Gegenwart zu leben“. Bei Snapchat haben Snaps bekanntlich nur eine Halbwertzeit von 24 Stunden.

Ein Jahr später geben die Nutzer Spiegel recht. Wie Bloomberg berichtet, bringt es Snapchat inzwischen bereits auf 150 Millionen Nutzer, die die Messaging-App täglich verwenden. Vor sechs Monaten waren es noch rund 110 Millionen Mitglieder.

Snapchat fast schon doppelt soviel wert wie Twitter

Der Boom spült die Videoschnipsel-App im weltweiten Social Media-Ranking weiter nach oben: Snapchat hat auf Basis der täglichen Nutzer tatsächlich bereits den Kurznachrichten-Pionier Twitter überholt, der es nach Angaben von Bloomberg auf weniger als 140 Millionen Mitglieder bringt, die täglich einen Tweet absetzen.

Auf monatlicher Basis liegt Twitter mit 310 Millionen aktiven Nutzern allerdings noch deutlich vor Snapchat, das es nach jüngsten Schätzungenauf 200 Millionen Nutzer bringen soll.

Die Wagnisfinanzierer haben die Wachablösung längst vorweggenommen. Während Twitter, das Ende 2013 an der Börse debütierte, von der Wall Street nach einem Absturz von 80 Prozent auf 15 Dollar je Aktie gerade noch mit 10 Milliarden Dollar bewertet wird, haben Investoren vor wenigen Tagen zueiner Bewertung von 18 Milliarden Dollar neue Snapchat-Anteile erworben.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf meedia.de.

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